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Islamische Bestattung bezahlen, wenn kein Geld da ist

Eine islamische Bestattung kostet ab 4.000 Euro und das Geld wird in zwei Tagen gebraucht. Was die Ämter zahlen, wann Einäscherung droht und wie die Community trägt.

Kareem C.
12 Min. Lesezeit
Islamisches Grabfeld auf einem deutschen Friedhof, dunkle Grabsteine mit Halbmond und arabischer Inschrift, umgeben von Buchsbaumhecken und Blumen
Islamische Grabfelder gibt es inzwischen auf den meisten großen Friedhöfen in Deutschland.

Bismillahir-Rahmanir-Rahim.

Wenn ein Mensch stirbt, den man liebt, ist Geld das Letzte, woran man denken möchte. Trotzdem steht die Frage sofort im Raum, und sie duldet keinen Aufschub: Eine islamische Bestattung in Deutschland kostet ab etwa 4.000 Euro, mit Überführung ins Herkunftsland kommen 2.000 bis 5.000 Euro dazu. Gebraucht wird das Geld innerhalb von zwei bis drei Tagen, weil der Islam eine zügige Beisetzung verlangt.

Falls du das gerade liest, weil du jemanden verloren hast: Möge Allah dem Verstorbenen barmherzig sein und dir Geduld schenken. Und du musst das nicht allein tragen. Was hier folgt, haben viele Familien vor dir durchgemacht, und die meisten haben es geschafft, oft schneller als sie dachten.

Dieser Text richtet sich an muslimische Familien und Gemeinden in Deutschland. Er zeigt, was eine Bestattung kostet, was passiert, wenn niemand rechtzeitig handelt, warum die Ämter in dieser Frist selten helfen, und wie andere die Summe in ein bis zwei Tagen zusammenbekommen haben.

Was zusammenkommt

Die Summe setzt sich aus mehreren Posten zusammen, die getrennt in Rechnung gestellt werden. Wer nur den Preis des Bestatters kennt, unterschätzt das Ganze meist um die Hälfte.

Posten Größenordnung
Bestatter, Sarg, Waschung, Transport im Inland 1.500 bis 3.000 Euro
Grabstelle und Friedhofsgebühren 1.000 bis 2.500 Euro
Trauerfeier, Grabstein, Nebenkosten 500 bis 2.000 Euro
Überführung ins Herkunftsland (optional) 2.000 bis 5.000 Euro

Für Bestattung und Grabgebühren in Deutschland fallen nach Angaben von Bestattungsportalen 4.000 Euro und mehr an. Bei einer Überführung hängt der Preis stark am Zielland. In die Türkei sind es rund 2.000 Euro, weil dort keine Grabgebühren anfallen. Weiter entfernte Ziele liegen darüber.

Die Ruhefrist auf deutschen Friedhöfen beträgt je nach Bundesland zwischen 20 und 25 Jahren. Danach wird das Grab neu vergeben, außer die Familie hat ein Wahlgrab und verlängert. Für viele Familien ist das ein Grund, sich für eine Überführung zu entscheiden. Nach Schätzungen von Moscheeverbänden werden rund 90 Prozent der muslimischen Zugewanderten im Herkunftsland beigesetzt.

Das Risiko, über das niemand spricht: Einäscherung

Für Muslime ist die Feuerbestattung nicht zulässig. Genau sie ist aber in einem bestimmten Fall der behördliche Regelfall, und dieser Fall trifft ausgerechnet die Verletzlichsten: Menschen, die allein sterben, Konvertiten ohne muslimische Familie, Obdachlose, Alleinstehende ohne Angehörige in Deutschland.

Man muss zwei Verfahren auseinanderhalten, weil sie völlig unterschiedlich ausgehen.

Fall 1: Angehörige sind da, aber das Geld fehlt. Dann läuft es über § 74 SGB XII. Hier wird die gewünschte Bestattungsart in aller Regel berücksichtigt, eine Erdbestattung ist also möglich. Das Amt zahlt aber nur die erforderlichen Kosten einer sehr einfachen Bestattung. Waschung durch die Gemeinde, Kafn, Totengebet, Grabstein und Überführung sind darin meist nicht enthalten.

Fall 2: Niemand ist erreichbar oder niemand handelt. Dann ordnet die Behörde die Bestattung von Amts wegen an. Und hier gilt: Wenn keine Anhaltspunkte auf einen anderen Willen hindeuten, wird eingeäschert. Eine Erdbestattung erfolgt nur als Ausnahme, wenn die Religionszugehörigkeit oder ein erklärter Wille bekannt sind. Ist über den Verstorbenen nichts bekannt, wird er verbrannt und die Asche anonym beigesetzt.

Daraus folgt das Wichtigste an diesem ganzen Text: Die Religionszugehörigkeit muss aktenkundig werden, und zwar sofort. Wer als Gemeinde, Freund oder Nachbar vom Tod eines Muslims erfährt, ruft beim zuständigen Ordnungsamt an, gibt an, dass der Verstorbene Muslim war, und widerspricht schriftlich der Feuerbestattung. Ein Anruf und eine E-Mail. Das kostet nichts und ändert alles.

Auf commonsplace lässt sich nachlesen, wie real das ist. Im Fall von Bruder Kassim F., der allein in seiner Wohnung tot aufgefunden wurde, stand im Aufruf wörtlich: Frist läuft ab, sonst droht Einäscherung durch das Ordnungsamt. Im Fall einer alleinerziehenden Mutter aus Kerpen lautete der Titel des Projekts: droht eingeäschert zu werden.

Warum die Zeit gegen jeden Antrag arbeitet

Hier liegt das eigentliche Problem, und es hat nichts mit fehlendem Geld zu tun, sondern mit dem Kalender.

Die Beisetzung soll nach islamischem Verständnis so schnell wie möglich stattfinden, in der Praxis innerhalb von zwei bis drei Tagen. Der Bestatter verlangt in aller Regel Vorkasse oder eine Kostenzusage, bevor er die Waschung vorbereitet. Die Familie braucht das Geld also nicht irgendwann, sondern übermorgen.

Und genau in dieses Fenster passt kein einziger der klassischen Wege.

Weg Wie lange es dauert Was am Ende gedeckt ist
Antrag nach § 74 SGB XII mehrere Wochen bis Monate nur eine sehr einfache Bestattung, keine Überführung
Sterbegeldversicherung ein bis vier Wochen nach Einreichung die vereinbarte Summe, falls überhaupt eine besteht
Beihilfe vom Arbeitgeber Wochen, oft mit Nachweisen ein Teilbetrag, sehr unterschiedlich
Sammlung in der Community ein bis zwei Tage die volle Summe, oft mehr

Das ist kein Argument gegen die Anträge. Stell sie, sie können später einen Teil zurückholen. Aber verlass dich in diesen drei Tagen nicht darauf. Wer wartet, bis ein Amt entschieden hat, hat die Frist längst verpasst, und dann entscheidet die Behörde.

Was andere Familien gemacht haben

Bei Bestattungen trägt die muslimische Gemeinschaft in Deutschland außergewöhnlich schnell, weil jeder versteht, was auf dem Spiel steht. Drei Beispiele von commonsplace, alle nachlesbar:

Fall Ziel Gesammelt Unterstützer Dauer
Bruder Kassim F., allein aufgefunden 4.000 € 4.201 € 221 2 Tage
Alleinerziehende Mutter, Kerpen 4.000 € 4.149 € 215 1 Tag
Ali Mahamuud I., ohne Angehörige 4.000 € 4.345 € 156 2 Tage

Alle drei haben ihr Ziel überschritten, und keiner brauchte länger als zwei Tage. Der durchschnittliche Beitrag lag bei etwa 20 bis 27 Euro. Es waren also nicht drei Großzahler, sondern zweihundert Menschen, die etwas gegeben haben, das sie kaum spüren.

Weitere Fälle zeigen dasselbe Muster: die islamische Bestattung einer konvertierten Schwester ohne Familie, die Bestattungskosten für einen obdachlosen alleinstehenden Muslim in Berlin, die islamische Beisetzung für Bruder Saleh aus Hannover. Es sind inzwischen über dreißig solcher Projekte.

Warum das funktioniert, ist kein Geheimnis. Die deutsch-muslimische Community hält bei diesem Thema zusammen, weil jeder weiß, dass es ihn selbst treffen kann. Die meisten Menschen im Umfeld einer trauernden Familie wollen helfen und wissen nur nicht wie. Ein Link beantwortet diese Frage in einem Moment, in dem niemand lange nachdenken will.

Ein Mann wirft einen Geldschein in eine hölzerne Sadaqah-Box in einer Moschee, im Hintergrund sitzen Betende
Zweihundert Menschen mit je zwanzig Euro tragen eine Bestattung. Keiner davon spürt es.

So legst du die Sammlung auf commonsplace an

Schritt 1: Kostenvoranschlag holen. Bevor du irgendetwas anderes tust. Ohne Zahl kannst du weder einen Antrag stellen noch um Hilfe bitten. Eine krumme Summe wie 4.850 Euro wirkt glaubwürdiger als 5.000, weil sie erkennbar gerechnet und nicht geschätzt ist.

Schritt 2: Eine Person bestimmen, die verantwortet. Nicht die engsten Angehörigen. Wer gerade einen Menschen verloren hat, kann nicht nebenbei Nachfragen beantworten. Ein Cousin, ein Gemeindemitglied, ein Freund der Familie. Diese Person spricht mit dem Bestatter, verwaltet die Sammlung und gibt später Rechenschaft.

Hand hält ein Smartphone mit einer laufenden Sammlung auf commonsplace, im Hintergrund unscharf eine Familie am Esstisch
Beispielansicht einer laufenden Sammlung auf commonsplace.

Schritt 3: Projekt auf commonsplace anlegen. Das dauert ein paar Minuten, du brauchst dafür kein Konto bei einer Bank und keinen Verein im Rücken. Nenne die Summe offen und schreib dazu, woraus sie besteht: Bestatter, Grabstelle, Überführung. Wer die Posten sieht, gibt eher.

Schritt 4: Einverständnis der Familie einholen. Name des Verstorbenen, Foto, Krankheitsgeschichte. Nichts davon gehört ohne ausdrückliche Zustimmung ins Internet. Frag konkret nach, was genannt werden darf.

Schritt 5: In den ersten 48 Stunden verbreiten. Die Bereitschaft zu geben ist am Anfang am größten und fällt danach schnell ab. Verschick den Link im Familienchat, in der Gemeinde, im Vereinsverteiler, im Kollegenkreis. Bitte fünf Menschen ausdrücklich darum, ihn weiterzuleiten. Das wirkt stärker als jede öffentliche Verbreitung.

Schritt 6: Zwischenstände melden. Ein Satz nach jedem Viertel der Summe. Menschen geben eher, wenn sie sehen, dass etwas in Bewegung ist. Eine Sammlung, die tagelang stillsteht, wirkt wie eine, die niemand braucht.

Schritt 7: Abschluss und Nachweis. Wenn die Summe erreicht ist, sag es und schließ die Sammlung. Wer zu viel eingenommen hat, sagt offen, was mit dem Rest geschieht, zum Beispiel Grabpflege oder eine Sadaqah im Namen des Verstorbenen. Das Vertrauen, das du hier aufbaust, trägt beim nächsten Todesfall in der Gemeinde.

Wie du den Projekttext aufbaust, damit er wirklich gelesen wird, steht in unserem Leitfaden zur Projekterstellung.

Vier Fehler, die eine Sammlung ausbremsen

Zu spät gestartet. Nach zwei Wochen ist die Aufmerksamkeit weg und die Rechnung trotzdem da.

Keine Zahlen. „Wir brauchen Unterstützung für die Beerdigung" bringt weniger als „Für die Überführung nach Marokko fehlen 2.300 Euro".

Zu viele Verantwortliche. Wenn drei Personen dieselbe Sammlung betreuen, antwortet am Ende keine.

Kein Abschluss. Wer nie sagt, wie es ausging, bekommt beim nächsten Mal deutlich weniger zusammen.

Ihr steht damit nicht allein

commonsplace steht mit mehreren islamischen Bestattungsinstituten in Deutschland in Kontakt. Wenn ihr nicht wisst, an wen ihr euch wenden sollt, sprecht uns an, bevor ihr irgendetwas unterschreibt. Wir helfen bei drei Dingen.

Die Kosten. Über die Community lassen sich rund 4.000 Euro erfahrungsgemäß in ein bis zwei Tagen zusammenbringen, inschallah.

Das Bestattungsinstitut. Nicht jeder Bestatter kennt die Anforderungen einer islamischen Bestattung, und manche rechnen Leistungen ab, die dabei gar nicht anfallen. Wir vermitteln an Häuser, die damit vertraut sind.

Die Überführung. Wenn der Verstorbene im Herkunftsland beigesetzt werden soll, hängt vieles an Papieren, Fristen und dem richtigen Ansprechpartner am Zielort. Auch dabei können wir über unser Netzwerk weiterhelfen.

Meldet euch über das Kontaktformular. Je früher, desto mehr lässt sich noch bewegen.

Wer nach dem Gesetz zahlen muss

Zwei Dinge werden hier oft verwechselt.

Die Bestattungspflicht regelt, wer die Beisetzung veranlassen muss. Sie steht in den Bestattungsgesetzen der Bundesländer und trifft die nächsten Angehörigen in fester Reihenfolge: Ehepartner, dann Kinder, dann Eltern, dann Geschwister. Wer bestattungspflichtig ist, muss handeln, auch wenn er kein Erbe antritt.

Die Kostentragungspflicht liegt nach § 1968 BGB beim Erben. Wer das Erbe ausschlägt, ist von den Kosten befreit, die Pflicht zur Organisation bleibt aber bestehen.

Wichtig für Freunde, Nachbarn und Gemeindemitglieder: Wer aus persönlicher Verbundenheit einspringt, ohne rechtlich verpflichtet zu sein, hat später keinen Anspruch auf Erstattung durch das Sozialamt. Das ist ausdrücklich so geregelt. Genau deshalb ist die Sammlung für Gemeinden oft der einzige gangbare Weg.

Was das Sozialamt übernimmt, und was nicht

Der Anspruch steht in § 74 SGB XII und ist enger, als die meisten annehmen.

Ihn haben nur Personen, die zur Kostentragung verpflichtet sind, also in der Regel Kinder, Eltern oder Ehepartner. Voraussetzung ist, dass ihnen die Kosten wirtschaftlich nicht zuzumuten sind. Geprüft werden Einkommen und Vermögen der antragstellenden Person, nicht die des Verstorbenen.

Übernommen werden nur die erforderlichen Kosten einer sehr einfachen Bestattung. Grabstein, Trauerfeier und Überführung ins Ausland gehören nach Auffassung der meisten Ämter nicht dazu, und auch die Waschung durch die Gemeinde und das Kafn stehen nicht auf der Liste.

Stell den Antrag trotzdem, und zwar so früh wie möglich, am besten vor der Beauftragung des Bestatters. Er kann später einen Teil zurückholen. Nur planen lässt sich damit nichts, weil die Entscheidung Wochen dauert.

Zwei Dinge noch, die häufig geprüft werden sollten, weil sie ohne Frist funktionieren: eine bestehende Sterbegeldversicherung und eine Beihilfe des Arbeitgebers. Beides ist selten, kostet aber nur einen Anruf. Das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen dagegen wurde 2004 abgeschafft.

Checkliste für die ersten drei Tage

  • Ordnungsamt anrufen und angeben, dass der Verstorbene Muslim war
  • Der Feuerbestattung schriftlich widersprechen
  • Bestatter beauftragen, der mit islamischen Bestattungen vertraut ist
  • Kostenvoranschlag schriftlich einholen, aufgeschlüsselt nach Posten
  • Klären, ob in Deutschland beigesetzt oder überführt wird
  • Eine verantwortliche Person für die Sammlung benennen
  • Einverständnis der Familie für Name und Fotos einholen
  • Sammlung anlegen und im engen Kreis verbreiten
  • Antrag nach § 74 SGB XII stellen, falls Angehörige bedürftig sind

Häufige Fragen

Wer muss die Beerdigung bezahlen, wenn kein Geld da ist? Zunächst der Erbe nach § 1968 BGB. Wird das Erbe ausgeschlagen, entfällt die Kostenpflicht, die Pflicht zur Organisation bleibt bestehen. Reicht das Vermögen nicht, kommt ein Antrag nach § 74 SGB XII in Frage. Weil dessen Bearbeitung Wochen dauert, überbrücken die meisten Familien die Frist mit einer Sammlung.

Wie schnell muss das Geld da sein? In der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen, weil die Beisetzung schnell erfolgen soll und der Bestatter Vorkasse verlangt. Genau deshalb scheitern Anträge an der Frist, während Sammlungen sie halten.

Übernimmt das Sozialamt auch die Überführung ins Herkunftsland? In der Regel nicht. Erstattet werden nur die erforderlichen Kosten einer einfachen Bestattung. Eine Überführung zählt nach Auffassung der meisten Ämter nicht dazu.

Darf ein Muslim eingeäschert werden? Nach islamischem Verständnis ist die Feuerbestattung nicht zulässig. In Deutschland kann sie trotzdem geschehen, wenn die Behörde die Bestattung von Amts wegen anordnet und über die Religionszugehörigkeit nichts bekannt ist. Deshalb ist der Anruf beim Ordnungsamt so wichtig.

Was kostet eine Überführung in die Türkei? Rund 2.000 Euro, weil dort keine Grabgebühren anfallen. Andere Zielländer liegen zwischen 2.000 und 5.000 Euro, abhängig von Entfernung und den Vorgaben des Ziellandes.

Darf ich Geld für eine Beerdigung öffentlich sammeln? Ja. Wichtig sind Transparenz darüber, wofür das Geld verwendet wird, und das Einverständnis der Familie für alle veröffentlichten Angaben.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich niemanden kenne? Sprecht commonsplace an, bevor ihr einen Bestatter beauftragt. Wir stehen mit mehreren islamischen Bestattungsinstituten in Deutschland in Kontakt, vermitteln an Häuser, die mit den Anforderungen vertraut sind, und helfen bei einer Überführung weiter.

Wie läuft eine islamische Bestattung ab? Die Grundzüge sind Waschung, Einhüllen in ein Leichentuch, das Totengebet und die Beisetzung nach Mekka ausgerichtet. Die Einzelheiten, etwa der genaue Ablauf der Waschung und die Anzahl der Tuchlagen, werden in den Rechtsschulen unterschiedlich beschrieben. Für den konkreten Fall ist der lokale Imam die richtige Adresse.

Was ist, wenn mehr Geld zusammenkommt als gebraucht wird? Sag offen, was mit dem Überschuss geschieht. Üblich sind Grabpflege, offene Rechnungen der Familie oder eine Sadaqah im Namen des Verstorbenen.

Zum Schluss

Das eigentliche Problem ist nicht die Summe, sondern die Frist. Eine Familie mit drei Wochen Zeit würde die meisten dieser Fragen selbst lösen. In drei Tagen schafft sie das nicht, und daraus entstehen Schulden, die jahrelang bleiben, oder eine Bestattung, die dem Verstorbenen nicht gerecht wird.

Wenn du gerade in dieser Lage bist, sind es zwei Anrufe und ein Link. Ruf das Ordnungsamt an und sag, dass der Verstorbene Muslim war. Hol den Kostenvoranschlag. Und leg die Sammlung noch am selben Tag an, statt zu warten, bis ein Amt entschieden hat. Zweihundert Menschen, die je zwanzig Euro geben, brauchen dafür keine zwei Tage.

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