Sudschud: die Niederwerfung
Die Niederwerfung ist der Punkt im Gebet, an dem Stirn, Nase, Hände, Knie und Zehen den Boden berühren.
Die Niederwerfung ist der Punkt im Gebet, an dem sieben Stellen den Boden berühren: Stirn samt Nase, beide Hände, beide Knie und die Zehen beider Füße. Sie gilt als der Moment der größten Nähe zu Gott.
Woher das Wort kommt
Sudschud bedeutet sich niederwerfen. Das Wort steckt auch in Masdschid, der Moschee, also wörtlich dem Ort der Niederwerfung.
Im Alltag
Wer nicht knien kann, deutet die Bewegung im Sitzen oder mit dem Kopf an. Im Quran gibt es außerdem Stellen, bei deren Lesung eine eigene Niederwerfung üblich ist.
Nicht zu verwechseln mit
Der Verbeugung, dem Ruku. Sie geht der Niederwerfung voraus und ist flacher.
Häufige Fragen
Wie viele Niederwerfungen hat eine Rakat? Zwei, mit einem kurzen Sitzen dazwischen.
Was sagt man dabei? Üblich ist eine Lobpreisung, gesprochen im Zustand der Niederwerfung. Das freie Bittgebet ist an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen.
Was, wenn der Boden nicht sauber ist? Ein Gebetsteppich oder ein sauberes Tuch genügt.
Quellen
- Die sieben Stellen, die den Boden berühren, sind bei Buchari und Muslim überliefert.
Die religionsrechtlichen Aussagen sind gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Wo die Rechtsschulen auseinandergehen, steht das im Text.
Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Einträge im Glossar entstehen aus Quellenarbeit, religiöse Aussagen werden vor der Veröffentlichung gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen.