Masah: das Wischen über die Fußbekleidung
Die Erleichterung, über die Socken zu wischen, statt die Füße zu waschen.
Wer die Gebetswaschung vollständig gemacht und danach Socken oder Lederschuhe angezogen hat, darf bei der nächsten Waschung darüber wischen, statt die Füße zu waschen. Das heißt Masah.
Woher das Wort kommt
Masah heißt streichen oder wischen. Der volle Ausdruck lautet al-mash ala l-chuffain, das Wischen über die beiden Chuff, also über die weiche Fußbekleidung aus Leder oder festem Stoff.
Im Alltag
Die Grundlage ist eine Reiseszene:
Ich beugte mich hinunter, um ihm die Chuff auszuziehen. Er sagte: Lass sie, ich habe sie angezogen, als meine Füße rein waren. Und er wischte darüber.
Sahih al-Bukhari 206
Die Fristen sind einheitlich überliefert: einen Tag und eine Nacht für den, der zu Hause ist, drei Tage und drei Nächte auf Reisen. Gezählt wird ab dem ersten Wischen, nicht ab dem Anziehen.
Gewischt wird über die Oberseite des Fußes, einmal, mit nassen Fingern. Wer die Fußbekleidung auszieht, muss beim nächsten Mal wieder waschen.
Nicht zu verwechseln mit
Der Erleichterung bei fehlendem Wasser. Das ist eine andere Sache und betrifft die ganze Waschung.
Häufige Fragen
Gelten normale Baumwollsocken? Die Schulen sind hier unterschiedlich streng. Die klassische Bedingung ist, dass die Fußbekleidung dicht ist und beim Gehen hält. Manche Gelehrte lassen deshalb dicke Socken zu, andere nur Leder.
Was hebt die Erlaubnis auf? Das Ausziehen, das Ende der Frist und alles, was auch eine vollständige Waschung erfordert.
Gilt das auch für Straßenschuhe? Nein, für die feste, den Knöchel bedeckende Fußbekleidung, die man beim Waschen anbehält.
Quellen
- Das Wischen über die Chuff, überliefert von al-Mughira ibn Schuba: Sahih al-Bukhari 206.
Verwandte Begriffe: Wudu, Istindscha, Ghusl.
Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.