Gebetszeiten: die fünf Termine des Tages
Die fünf Gebete hängen am Sonnenstand, nicht an der Uhr. Deshalb verschieben sich die Zeiten täglich.
Die fünf Gebetszeiten heißen Fadschr, Zuhr, Asr, Maghrib und Ischa. Sie hängen am Sonnenstand und nicht an der Uhr, deshalb verschieben sie sich jeden Tag.
Woher das Wort kommt
Die Namen beschreiben Tageszeiten: Fadschr ist das Morgengrauen, Zuhr der Mittag, Asr der Nachmittag, Maghrib der Sonnenuntergang, Ischa die Nacht.
Im Alltag
In Deutschland ist die Spanne extrem. Im Sommer liegen zwischen Fadschr und Ischa wenige Stunden, im Winter ist der Abstand groß und mehrere Gebete fallen in die Dunkelheit. In den nördlichsten Lagen wird im Hochsommer nach einer Ersatzregel gerechnet, weil die Dämmerung nicht endet.
Nicht zu verwechseln mit
Dem Adhan. Die Gebetszeit ist der Zeitraum, der Adhan der Ruf, der ihn ankündigt.
Häufige Fragen
Warum weichen zwei Kalender voneinander ab? Weil sie unterschiedliche Winkel für Dämmerung und Nachmittagsschatten ansetzen. Beide Rechenweisen sind anerkannt.
Bis wann darf ich ein Gebet verrichten? Bis die nächste Gebetszeit beginnt, mit Ausnahmen bei Fadschr und Asr.
Was gilt in Ländern ohne echte Nacht? Dort greift eine Ersatzregel, meist die Orientierung am nächstgelegenen Ort mit normalem Tageswechsel.
Quellen
- Die Zeiten gehen auf die Überlieferung zurück, in der Dschibril dem Propheten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Anfang und Ende jeder Gebetszeit zeigte, bei Abu Dawud und Tirmidhi.
Die religionsrechtlichen Aussagen sind gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Wo die Rechtsschulen auseinandergehen, steht das im Text.
Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Einträge im Glossar entstehen aus Quellenarbeit, religiöse Aussagen werden vor der Veröffentlichung gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen.