Ghusl: die vollständige Waschung
Der Ghusl ist die Waschung des ganzen Körpers. Sie wird in bestimmten Fällen zur Pflicht, bevor gebetet werden darf.
Der Ghusl ist die Waschung des ganzen Körpers. In bestimmten Fällen wird sie zur Pflicht, bevor gebetet werden darf, und sie schließt die kleine Waschung mit ein.
Woher das Wort kommt
Ghusl bedeutet schlicht Waschung. Dasselbe Wort steht für die Waschung der Verstorbenen, die eine eigene Form hat.
Im Alltag
Zur Pflicht wird der Ghusl nach ehelichem Verkehr, nach Samenerguss sowie am Ende von Menstruation und Wochenbett. Empfohlen ist er vor dem Freitagsgebet und vor den beiden Festen. In der Praxis genügt eine Dusche, wenn Absicht und Reihenfolge stimmen.
Nicht zu verwechseln mit
Der Wudu. Der Ghusl betrifft den ganzen Körper, die Wudu nur bestimmte Stellen.
Häufige Fragen
Ersetzt der Ghusl die Wudu? Nach verbreiteter Auffassung ja, wenn er vollständig verrichtet wurde und danach nichts die Wudu bricht.
Wie läuft er ab? Mit der Absicht, dann Waschung der Hände und der betroffenen Stellen, dann Wasser über den ganzen Körper, sodass keine Stelle trocken bleibt.
Was gilt bei Wassermangel? Dann tritt der Tayammum an seine Stelle, solange kein Wasser verfügbar ist.
Quellen
- Die Pflicht zur vollständigen Waschung steht in Sure 5, Vers 6. Der Ablauf ist im Bericht von Aischa bei Buchari und Muslim überliefert.
Die religionsrechtlichen Aussagen sind gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Wo die Rechtsschulen auseinandergehen, steht das im Text.
Verwandte Begriffe: Wudu, Tayammum, Ghusl der Verstorbenen.
Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Einträge im Glossar entstehen aus Quellenarbeit, religiöse Aussagen werden vor der Veröffentlichung gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen.