Tayammum: die Waschung ohne Wasser
Der Tayammum ersetzt die Waschung mit Wasser, wenn keines verfügbar ist oder Wasser schaden würde.
Der Tayammum ist die Ersatzwaschung mit reiner Erde. Er tritt an die Stelle von Wudu und Ghusl, wenn kein Wasser verfügbar ist oder Wasser der Gesundheit schaden würde.
Woher das Wort kommt
Tayammum bedeutet, sich einer Sache zuzuwenden. Gemeint ist das Zuwenden zur Erde, wenn das Wasser fehlt.
Im Alltag
Praktisch relevant wird er auf langen Reisen, im Krankenhaus und bei Verletzungen, bei denen Wasser die Wunde verschlimmern würde. Gestrichen wird über Gesicht und Hände.
Nicht zu verwechseln mit
Der Wudu. Der Tayammum ist kein zweiter Weg zur Wahl, sondern der Ersatz, wenn der erste ausfällt.
Häufige Fragen
Wann darf man ihn verrichten? Wenn kein Wasser erreichbar ist oder die Nutzung von Wasser ernsthaft schaden würde. Bequemlichkeit reicht nicht.
Wie lange gilt er? Bis Wasser verfügbar ist oder etwas eintritt, das die Waschung bricht.
Womit wird er verrichtet? Mit reiner Erde oder Staub. Was genau dazu zählt, sehen die Rechtsschulen unterschiedlich.
Quellen
- Der Ersatz durch reine Erde steht in Sure 5, Vers 6, und in Sure 4, Vers 43.
Die religionsrechtlichen Aussagen sind gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Wo die Rechtsschulen auseinandergehen, steht das im Text.
Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Einträge im Glossar entstehen aus Quellenarbeit, religiöse Aussagen werden vor der Veröffentlichung gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen.