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Tahadschud: das Gebet in der Nacht

Das freiwillige Gebet in der zweiten Nachthälfte, nach dem Schlaf und vor dem Morgengrauen.

Kareem C.
2 Min. Lesezeit

Tahadschud ist das freiwillige Gebet in der Nacht, das nach einer Schlafphase und vor dem Anbruch des Morgengrauens verrichtet wird. Es hat keine feste Anzahl an Einheiten, und die beste Zeit dafür ist nach der Überlieferung das letzte Drittel der Nacht.

Woher das Wort kommt

Tahadschud kommt von der Wurzel ha-dschim-dal, die sowohl Schlafen als auch Wachbleiben bedeuten kann. Gemeint ist hier das Aufstehen aus dem Schlaf. Genau das unterscheidet es von einem Gebet, das jemand vor dem Zubettgehen verrichtet.

Im Alltag

Das letzte Drittel der Nacht lässt sich einfach ausrechnen: die Spanne von Sonnenuntergang bis zum Beginn von Fadschr durch drei geteilt, der letzte Abschnitt ist gemeint. In Deutschland liegt dieser Abschnitt im Winter bequem, im Hochsommer dagegen mitten in einer sehr kurzen Nacht, weshalb viele es dann auf den Ramadan beschränken.

Üblich sind zwei bis acht Einheiten, jeweils paarweise gebetet, abgeschlossen mit dem Witr. Wer den Witr bereits am Abend gebetet hat, wiederholt ihn nicht.

Nicht zu verwechseln mit

Dem Qiyam al-Layl. Qiyam al-Layl ist der Oberbegriff für jedes Gebet in der Nacht. Tahadschud ist der engere Fall, bei dem der Betende zuvor geschlafen hat.

Häufige Fragen

Muss man vorher geschlafen haben? Nach der Mehrheit der Gelehrten ja, sonst ist es ein Nachtgebet, aber nicht Tahadschud im engeren Sinn. Der Lohn für das freiwillige Gebet bleibt in beiden Fällen.

Wie viele Rakat sind es? Es gibt keine feste Zahl. Überliefert ist, dass der Prophet in der Regel nicht mehr als elf Einheiten einschließlich Witr betete.

Ist es besser als das Gebet am Tag? Für die freiwilligen Gebete gilt das Nachtgebet als das vorzüglichste. Es ersetzt aber kein Pflichtgebet.

Quellen

Verwandte Begriffe: Witr, Gebetszeiten, Salah.

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KC

Kareem C.

Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.

Fachlich geprüft

Die religiösen Angaben sind gegen SeekersGuidance abgeglichen, die Hadithe mit Sammlung und Nummer belegt, und der Eintrag wurde vor der Veröffentlichung von einem Imam gegengelesen. Wo die Rechtsschulen auseinandergehen, steht das im Text.

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