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Zakat berechnen: die Schwelle, der Satz und die zwei Entscheidungen davor

2,5 Prozent sind schnell gerechnet. Schwieriger ist der Nisab: Gold oder Silber, und was überhaupt zum Vermögen zählt. Beides erklärt, ohne Pauschalurteil.

Kareem C.
13 Min. Lesezeit
Gestapelte Goldbarren, das Metall, an dem der Nisab für die Zakat gemessen wird
Der Nisab wird in Gold oder Silber bemessen, nicht in Euro. Deshalb ändert sich die Schwelle mit dem Tagespreis. Foto: Stevebidmead, CC0.

Bismillahir-Rahmanir-Rahim.

Zakat auf Geldvermögen beträgt 2,5 Prozent dessen, was ein volles Mondjahr lang über dem Nisab lag. Der Nisab ist die Untergrenze, ab der Zakat überhaupt fällig wird, und er wird entweder in Gold gemessen, nach überwiegender Angabe 85 Gramm, oder in Silber, wo die Angaben meist zwischen 595 und 612 Gramm liegen, je nach Berechnungsgrundlage. Welchen der beiden Maßstäbe du anlegst, hängt von der Rechtsschule ab, und genau daran entscheidet sich für viele, ob sie überhaupt zakatpflichtig sind.

Dieser Artikel erklärt die drei Größen, die du brauchst, zeigt die Rechnung Schritt für Schritt und macht transparent, warum zwei Zakat-Rechner bei denselben Angaben zu verschiedenen Ergebnissen kommen.

Die drei Größen

Jede Zakat-Berechnung besteht aus denselben drei Teilen. Wer sie auseinanderhält, kommt selten durcheinander.

Der Nisab ist die Schwelle. Liegt dein Vermögen darunter, schuldest du keine Zakat. Er wird nicht in Euro festgelegt, sondern in Gold oder Silber, und deshalb ändert er sich mit dem Marktpreis.

Das Hawl ist das Mondjahr. Das Vermögen muss ein volles islamisches Jahr lang durchgehend über dem Nisab gelegen haben. Ein Mondjahr ist etwa elf Tage kürzer als ein Sonnenjahr.

Das zakatpflichtige Vermögen ist nicht alles, was du besitzt, sondern nur bestimmte Arten davon. Was dazugehört, steht weiter unten.

Der Satz selbst ist unstrittig: 2,5 Prozent, klassisch ein Vierzigstel. Er gilt für Geld, Gold, Silber und Handelsware, also für alles, worum es in diesem Beitrag geht. Für Ernten, Vieh und Bodenschätze kennt das islamische Recht eigene Sätze, von fünf bis zwanzig Prozent, und eigene Regeln dazu.

Gold oder Silber, und warum das heute den Ausschlag gibt

Beide Maßstäbe gehen auf die Überlieferung zurück, in der der Nisab in Dinar und Dirham angegeben wird. Umgerechnet ergibt das rund 85 Gramm Gold oder rund 200 Dirham Silber. Beide Wege sind religiös anerkannt und belegt.

Golddinar des Kalifen Abd al-Malik von 697, Vorder- und Rückseite mit reiner Inschrift ohne Bildnis
Ein Golddinar des Kalifen Abd al-Malik, geprägt 697 in Damaskus. Auf dieser Münzeinheit beruht der Gold-Nisab. Gemeinfrei.

Praktisch liegen sie heute weit auseinander, weil der Goldpreis über Jahrzehnte stärker gestiegen ist als der Silberpreis. Die Folge ist erheblich:

Maßstab Wirkung heute
Gold-Nisab rund 85 Gramm Gold hohe Schwelle, weniger Menschen zakatpflichtig
Silber-Nisab meist 595 bis 612 Gramm Silber, je nach Berechnungsgrundlage niedrige Schwelle, mehr Menschen zakatpflichtig

Viele Gelehrte der hanafitischen Schule rechnen mit Silber. Das wird oft damit begründet, dass die niedrigere Schwelle mehr Bedürftigen zugutekommt. Andere folgen dem Goldstandard, was häufig damit begründet wird, dass er dem Wert der damaligen Bemessung näher komme. Der Artikel entscheidet das nicht. Welcher Maßstab für dich gilt, klärst du mit deinem Imam oder einem Gelehrten deiner Rechtsschule.

Und selbst innerhalb des Silbermaßstabs gibt es keine eine Zahl. Deutsche Zakat-Seiten nennen mal 595 Gramm, mal 612 Gramm. Der Grund liegt tiefer als bei einer Ungenauigkeit: Wie schwer ein Dirham damals war, wird von Gelehrten unterschiedlich bestimmt, und aus 200 Dirham werden je nach Annahme eben verschiedene Grammzahlen. Wer eine Zahl aus dem Netz übernimmt, übernimmt immer schon eine Auslegung.

Silberner Dirham aus abbasidischer Prägung, Vorder- und Rückseite
Ein abbasidischer Silberdirham. Aus 200 solcher Münzen leitet sich der Silber-Nisab ab, und weil ihr Gewicht unterschiedlich bestimmt wird, kursieren heute 595 wie 612 Gramm. Foto: Interfase, CC BY-SA 4.0.

Was zum Vermögen zählt

Zakat betrifft Vermögen, das wächst oder wachsen kann, nicht das, was du benutzt.

Dazu zählt in der Regel:

  • Bargeld und Guthaben auf allen Konten
  • Gold und Silber, auch als Schmuck, wobei getragener Schmuck in den Rechtsschulen unterschiedlich beurteilt wird
  • Handelsware, also alles, was zum Weiterverkauf gehalten wird
  • Aktien und Fondsanteile, wobei die Behandlung je nach Zweck der Anlage abweicht
  • Geliehenes Geld, das du sicher zurückbekommst
  • Vermietete Immobilien nach dem Ertrag, nicht nach dem Wert des Gebäudes

Dazu zählt in der Regel nicht:

  • Die selbst bewohnte Wohnung oder das eigene Haus
  • Das Auto, das du fährst
  • Werkzeug und Maschinen, mit denen du arbeitest
  • Kleidung und Hausrat

Schulden werden nach verbreiteter Auffassung abgezogen, allerdings unterscheidet sich, welche. Manche ziehen nur fällige Verbindlichkeiten ab, andere auch laufende Raten des kommenden Jahres. Auch das ist eine Frage an den Gelehrten, nicht an einen Rechner.

Das Mondjahr und der Stichtag

Die Zakat wird nicht am 31. Dezember fällig, sondern an dem Tag, an dem dein Vermögen zum ersten Mal den Nisab überschritten hat, und danach jedes Mondjahr erneut.

Praktisch heißt das: Merk dir dieses Datum. Viele wählen einen festen Tag im Ramadan, weil sie ihn nicht vergessen und die Belohnung in diesem Monat höher eingeschätzt wird. Wichtig ist nur, dass es ein Mondjahr ist, nicht ein Sonnenjahr. Wer jedes Jahr am selben gregorianischen Datum rechnet, verschiebt seinen Stichtag über die Jahre spürbar.

Schwankt das Vermögen zwischendurch unter den Nisab und wieder darüber, gehen die Rechtsschulen auseinander. Nach hanafitischer Auffassung zählen Anfang und Ende des Mondjahres, ein Einbruch dazwischen schadet nicht. Malikiten, Schafiiten und Hanbaliten verlangen dagegen, dass das Vermögen das ganze Jahr über der Schwelle liegt: Fällt es darunter, beginnt die Zählung von vorn. Das ist der Punkt, an dem es sich lohnt, die eigene Rechtsschule zu kennen.

So rechnest du

Schritt 1: Vermögen am Stichtag zusammenzählen. Alle Konten, Bargeld, Gold, Silber, Handelsware, sichere Forderungen.

Schritt 2: Abzüge vornehmen. Fällige Schulden nach der Auffassung, der du folgst.

Schritt 3: Mit dem Nisab vergleichen. Nimm den Tagespreis für 85 Gramm Gold oder für das Silbergewicht deiner Rechtsschule und rechne ihn in Euro um. Liegt dein Betrag darunter, endet die Rechnung hier.

Schritt 4: 2,5 Prozent nehmen. Also den Betrag durch 40 teilen, das ist dieselbe Zahl und leichter im Kopf.

Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen, damit die Rechnung sichtbar wird. Angenommen, du hast am Stichtag 9.400 Euro auf den Konten, 1.600 Euro in Gold und 500 Euro fällige Schulden. Dann sind es 10.500 Euro zakatpflichtiges Vermögen. Geteilt durch 40 ergibt das 262,50 Euro Zakat, sofern die 10.500 Euro über deinem Nisab liegen.

Die Zahl 40 ist der ganze Trick. Wer sie kennt, braucht keinen Rechner mehr, sobald der Nisab einmal geklärt ist.

Warum zwei Rechner verschiedene Ergebnisse liefern

Wenn du dieselben Angaben in zwei Zakat-Rechner eingibst und unterschiedliche Beträge herauskommen, liegt das fast immer an einer dieser vier Stellen:

StellschraubeDie zwei MöglichkeitenWas das bewirkt
Der MaßstabGold oder SilberDer größte Hebel. Bei hohem Goldpreis entscheidet er oft darüber, ob überhaupt Zakat anfällt.
Das Silbergewicht595 oder 612 GrammVerschiebt die Schwelle um wenige Prozent, je nach Quelle.
Schuldennur fällige oder auch kommende RatenSenkt das zakatpflichtige Vermögen unterschiedlich stark.
Getragener Goldschmuckmitzählen oder ausnehmenEinige Rechtsschulen nehmen ihn aus, andere zählen ihn mit.

Ein Rechner ist ein Werkzeug, keine Fatwa. Er nimmt dir das Multiplizieren ab, nicht die Entscheidung.

Wohin die Zakat geht

Die Empfänger sind im Quran festgelegt, in Sure 9 (at-Tauba), Vers 60. Genannt werden acht Gruppen, darunter die Armen, die Bedürftigen, diejenigen, die mit ihrer Einsammlung betraut sind, Menschen in Schuldknechtschaft, Verschuldete, der Weg Allahs und der Reisende in Not.

Daraus folgt eine praktische Einschränkung, die viele überrascht: Nicht jedes gute Projekt ist ein Zakat-Empfänger. Ein Brunnen, eine Moschee oder ein Bildungsprojekt sind wertvolle Sadaqah, fallen aber nicht ohne Weiteres unter diese acht Gruppen. Ob eine bestimmte Verwendung zulässig ist, wird von Gelehrten unterschiedlich beurteilt, gerade bei Bauprojekten.

Wenn du deine Zakat über ein Projekt geben willst, prüf zwei Dinge: ob die Empfänger tatsächlich zu den genannten Gruppen gehören, und ob das Geld sie direkt erreicht. Auf commonsplace erkennst du das an der Projektbeschreibung, und im Zweifel fragst du beim Projektstarter nach, bevor du gibst.

Vermögensarten, bei denen es unklar wird

Die klassischen Bücher kennen Kamele, Handelsware und Silbermünzen. Ein Konto bei einer deutschen Bank kommt darin nicht vor. Für diese Fälle gibt es Einschätzungen zeitgenössischer Gelehrter, und sie gehen auseinander.

Betriebliche Altersvorsorge und Riester. Solange du nicht darüber verfügen kannst, halten viele Gelehrte keine Zakat für fällig, weil dir das Geld nicht im vollen Sinn gehört. Andere rechnen den heute verfügbaren Rückkaufswert an. Sobald es ausgezahlt wird, sind sich fast alle einig, dass es zählt.

Bausparvertrag und Festgeld. Hier ist die Sache meist klarer, weil das Guthaben dir gehört, auch wenn du es gerade nicht abheben kannst. Verbreitet ist, es mitzuzählen.

Aktien und Fonds. Hier hängt es am Zweck. Wer kurzfristig handelt, behandelt die Anteile wie Handelsware und zahlt auf den Marktwert. Wer langfristig hält und von Ausschüttungen lebt, rechnet nach verbreiteter Auffassung nur auf den zakatpflichtigen Anteil des Unternehmensvermögens, was in der Praxis kaum jemand ermitteln kann. Deshalb nutzen viele einen pauschalen Anteil, den ihr Gelehrter nennt.

Kryptowährungen. Es gibt dazu keine klassische Quelle. Die meisten zeitgenössischen Einschätzungen behandeln sie wie Bargeld oder wie Handelsware, also zum Marktwert am Stichtag. Wer größere Beträge hält, sollte das ausdrücklich klären.

Ausstehendes Gehalt und Kaution. Geld, das dir sicher zusteht und das du erwartest, wird meist mitgezählt. Eine Mietkaution, die du beim Auszug zurückbekommst, gehört in der Regel dazu.

Für alle diese Fälle gilt dasselbe: Es sind Auslegungsfragen, keine Rechenfragen. Ein Rechner im Internet trifft die Entscheidung stillschweigend für dich, ohne dass du merkst, welcher Auffassung er folgt.

Wenn du Jahre nachholen musst

Viele merken erst spät, dass sie zakatpflichtig waren. Die Pflicht verfällt dadurch nicht.

Nach verbreiteter Auffassung bleibt die Zakat als Schuld bestehen und wird nachgeholt, so gut es geht. Praktisch geht man Jahr für Jahr zurück und schätzt den Vermögensstand am jeweiligen Stichtag. Kontoauszüge helfen, alte Steuerunterlagen ebenfalls. Wo sich nichts mehr rekonstruieren lässt, schätzt man vorsichtig nach oben, weil eine zu hohe Zahlung als Sadaqah gilt, eine zu niedrige aber eine offene Schuld bleibt.

Wer mehrere Jahre nachholt und die Summe nicht auf einmal aufbringen kann, darf sie nach verbreiteter Auffassung in Raten geben. Auch hier ist der Imam die richtige Adresse, gerade wenn es um viele Jahre geht.

Zakat al-Fitr ist etwas anderes

Ein Missverständnis, das jedes Jahr im Ramadan auftaucht: Zakat al-Fitr ist nicht dasselbe wie die Zakat auf das Vermögen.

Zakat al-Fitr wird am Ende des Ramadan fällig, gilt für jedes Mitglied des Haushalts, auch für Kinder, und bemisst sich nicht am Vermögen, sondern an einer festgelegten Menge Grundnahrungsmittel. Sie ist ein kleiner Betrag und trifft fast jeden, während die Zakat auf das Vermögen nur die trifft, die über dem Nisab liegen. Wer eine der beiden zahlt, hat die andere damit nicht erledigt.

Vier Fehler, die häufig vorkommen

Das Sonnenjahr statt des Mondjahres. Elf Tage klingen wenig, verschieben den Stichtag aber in zehn Jahren um fast vier Monate.

Nur das Girokonto zählen. Tagesgeld, Sparbuch, Bargeld zu Hause und Gold im Schrank gehören dazu.

Den Nisab einmal nachschlagen und dann vergessen. Er hängt am Tagespreis und ändert sich jedes Jahr.

Zakat und Sadaqah verwechseln. Zakat ist Pflicht, an feste Empfänger gebunden und in der Höhe bestimmt. Sadaqah ist freiwillig und in jeder Höhe möglich. Was wir darunter genau verstehen, steht in unserem Artikel über Sadaqah Jariyah.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent Zakat muss ich zahlen? 2,5 Prozent des zakatpflichtigen Vermögens, klassisch ein Vierzigstel. Das gilt für Geld, Gold, Silber und Handelsware. Für Ernten, Vieh und Bodenschätze gelten eigene Sätze zwischen fünf und zwanzig Prozent. Innerhalb des Geldvermögens ist der Satz unstrittig, strittig sind die Schwelle und die Frage, was zum Vermögen zählt.

Was ist der Nisab und wie hoch ist er? Der Nisab ist die Untergrenze der Zakatpflicht. Er wird in Gold oder Silber bemessen, nach überwiegender Angabe 85 Gramm Gold oder meist 595 bis 612 Gramm Silber, je nach Berechnungsgrundlage. In Euro ändert er sich täglich mit dem Metallpreis, deshalb steht hier bewusst keine feste Summe.

Gold-Nisab oder Silber-Nisab, was gilt? Beides ist religiös anerkannt. Viele hanafitische Gelehrte rechnen mit Silber, was die Schwelle senkt und mehr Menschen zakatpflichtig macht. Andere folgen dem Goldstandard. Beide Wege werden unterschiedlich begründet. Welcher Weg für dich gilt, klärst du mit deinem Imam.

Zählt getragener Goldschmuck zum Vermögen? Das wird unterschiedlich beurteilt. Ein Teil der Gelehrten nimmt Schmuck, der tatsächlich getragen wird, aus. Andere zählen ihn mit. Deshalb weichen auch die Rechner an dieser Stelle voneinander ab.

Kann ich Schulden abziehen? Nach verbreiteter Auffassung ja, allerdings unterscheidet sich, welche. Manche ziehen nur fällige Verbindlichkeiten ab, andere auch die Raten des kommenden Jahres.

Wann muss ich Zakat zahlen? An dem Tag, an dem dein Vermögen ein volles Mondjahr lang über dem Nisab lag, und danach jedes Mondjahr erneut. Viele legen den Stichtag in den Ramadan, damit sie ihn nicht vergessen.

Was ist der Unterschied zwischen Zakat und Sadaqah? Zakat ist eine Pflicht mit festem Satz und festgelegten Empfängern. Sadaqah ist eine freiwillige Gabe, jederzeit und in jeder Höhe, und an keine Empfängergruppe gebunden.

Darf ich meine Zakat für den Bau einer Moschee geben? Das wird unterschiedlich beurteilt. Ein Teil der Gelehrten hält Bauprojekte für nicht zulässig, weil das Geld nicht direkt in den Besitz der acht genannten Gruppen übergeht. Andere lassen bestimmte Konstruktionen zu. Kläre das für deinen Fall mit einem Gelehrten, statt es anzunehmen.

Zum Schluss

Die eigentliche Arbeit steckt nicht im Rechnen. Zweieinhalb Prozent sind eine Division durch vierzig, das schafft jeder im Kopf. Die Arbeit steckt in den zwei Entscheidungen davor: welchen Maßstab du für den Nisab anlegst, und wie du mit Schmuck und Schulden umgehst. Beides sind Fragen an einen Menschen, nicht an ein Formular.

Wenn du dieses Jahr zum ersten Mal rechnest, mach dir eine Notiz mit deinem Stichtag und der Antwort deines Imams auf diese zwei Fragen. Im nächsten Jahr dauert die ganze Sache dann zehn Minuten.

Quellen und Recherche

  • Grundlage im Quran: die acht Empfängergruppen in Sure 9, Vers 60. Der Satz von einem Vierzigstel und die Bemessung des Nisab in Dinar und Dirham gehen auf die Überlieferung zurück, unter anderem bei Buchari im Kapitel zur Zakat.
  • Zur Frage Gold oder Silber: SeekersGuidance, Which Nisab Value (Gold vs Silver) Does One Use For Zakat? sowie die Antwort von Schaych Abdul-Rahim Reasat zur selben Frage. Beide Maßstäbe werden dort als gültig beschrieben, mit dem Hinweis, dass der niedrigere Maßstab den Bedürftigen mehr nützt.
  • Rechenweg und Vermögensarten: SeekersGuidance, Zakat: How to Calculate and Whom to Give, dazu der Zakat-Rechner von SeekersGuidance, der den Tagespreis von Gold und Silber einsetzt.
  • Einordnung und Forschung: die Zakat-Beiträge des Yaqeen Institute, darunter die Studie The Preserved Practice über die Zakat-Praxis muslimischer Gemeinden im Westen.
  • Die Gewichtsangaben von 85 Gramm Gold und 595 bis 612 Gramm Silber sind die in der Literatur gebräuchlichen Umrechnungen von 20 Dinar und 200 Dirham. Die Spanne beim Silber kommt daher, dass das historische Dirham-Gewicht unterschiedlich bestimmt wird.

Zur Sorgfalt: Dieser Beitrag nennt bewusst keinen Euro-Betrag für den Nisab, weil er am Tagespreis von Gold und Silber hängt und sich täglich ändert. Welchen der beiden Maßstäbe du anlegst und wie du mit Schmuck und Schulden umgehst, sind Fragen an einen Gelehrten deiner Rechtsschule, nicht an einen Artikel. Die religionsrechtlichen Aussagen sind redaktionsintern gegen die oben genannten Quellen geprüft, eine Freigabe durch einen benannten Gelehrten liegt nicht vor.

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KC

Kareem C.

Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Für diesen Beitrag wurden die Antworten von SeekersGuidance zum Gold- und Silber-Nisab, der Zakat-Rechner desselben Hauses und die Zakat-Beiträge des Yaqeen Institute ausgewertet. Die Angaben zu den Rechtsschulen sind vor der Veröffentlichung gegengeprüft.

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