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Schahada: das Glaubensbekenntnis

Zwei Sätze, mit denen jemand Muslim wird. Es braucht dafür keinen Amtsträger.

Kareem C.
2 Min. Lesezeit

Die Schahada ist das Glaubensbekenntnis und die erste der fünf Säulen: das Zeugnis, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad Sein Gesandter ist. Wer sie überzeugt ausspricht, ist Muslim.

Woher das Wort kommt

Schahada kommt von schahida, bezeugen. Es geht also nicht um eine Mitgliedschaftserklärung, sondern um ein Zeugnis: Der Sprechende bestätigt etwas, das er für wahr hält.

Im Alltag

Der Wortlaut lautet: Aschhadu an la ilaha illallah, wa aschhadu anna Muhammadan rasulullah. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.

Für den Eintritt in den Islam braucht es keinen Amtsträger, keine Zeremonie und keine Anmeldung. Üblich ist trotzdem, sie in Anwesenheit von Zeugen zu sprechen, meist in einer Moschee, weil es später praktisch wird: Für eine islamische Bestattung oder eine Eheschließung fragen Gemeinden manchmal danach. Viele Moscheen stellen dafür eine Bescheinigung aus.

Was danach kommt, ist der eigentliche Weg. Empfohlen wird ein Ghusl, dann das Erlernen des Gebets. Alles Weitere in Ruhe.

Für Konvertiten in Deutschland ist der schwierigste Teil selten das Bekenntnis, sondern das, was danach kommt: die Frage, wie man es der Familie sagt, und dass man in keine gewachsene Gemeinschaft hineingeboren ist. Genau hier zeigt sich, ob eine Gemeinde jemanden auffängt.

Nicht zu verwechseln mit

Dem Tashahhud im Gebet. Dort wird dasselbe Zeugnis gesprochen, aber als Teil des Gebets, nicht als Eintritt.

Häufige Fragen

Muss man Arabisch können? Nein. Der Wortlaut wird arabisch gesprochen, verstehen muss man ihn in der eigenen Sprache.

Braucht man Zeugen? Für die Gültigkeit nicht. Für spätere Nachweise ist es praktisch.

Muss man den Namen ändern? Nein. Überliefert ist, dass Namen nur geändert wurden, wenn sie eine problematische Bedeutung trugen.

Quellen

Verwandte Begriffe: Tawhid, Iman, Salah.

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KC

Kareem C.

Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.

Weitere Begriffe

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Riba al-Fadl und Riba an-Nasia
Der Aufschlag beim Tausch gleicher Güter und der Zuwachs durch Zeit. Zwei verschiedene Verbote.
Die acht Empfängergruppen der Zakat
Acht Gruppen nennt der Quran. Wer nicht dazugehört, darf keine Zakat empfangen.
Bayt al-Mal
Die Staatskasse des frühen islamischen Gemeinwesens. Sie zahlte Renten, bevor es das Wort dafür gab.

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