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Al-Haud: der Teich des Propheten

Der Teich, an dem der Prophet seine Gemeinschaft empfängt.

Kareem C.
2 Min. Lesezeit

Al-Haud ist der Teich, an dem der Prophet nach der Überlieferung am Jüngsten Tag seine Gemeinschaft empfängt und ihr zu trinken gibt. Wer davon trinkt, dürstet nie wieder.

Woher das Wort kommt

Haud bedeutet Becken oder Tränke. Verbunden wird der Teich mit al-Kauthar, dem Fluss, der dem Propheten gegeben wurde und der Sure 108 ihren Namen gibt.

Im Alltag

Die Beschreibung ist ungewöhnlich anschaulich: Sein Wasser ist weißer als Milch, sein Duft angenehmer als Moschus, seine Gefäße zahlreich wie die Sterne, und seine Ausdehnung beträgt eine Reise von einem Monat. Wer davon trinkt, dürstet nie wieder.

An diese Bilder ist eine ernste Überlieferung geknüpft. Der Prophet berichtete, es würden Menschen zu ihm gebracht, die er erkenne, und sie würden von ihm ferngehalten, und er würde sagen: Meine Gefährten. Und ihm werde geantwortet, er wisse nicht, was sie nach ihm eingeführt hätten. Die Auslegungen dazu sind unterschiedlich und betreffen vor allem, wer damit gemeint ist.

Für den Alltag zieht die Überlieferung eine schlichte Linie: Die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft ist keine Eintrittskarte, die unabhängig vom Handeln gilt.

Nicht zu verwechseln mit

Den Flüssen des Paradieses. Der Haud liegt nach der überwiegenden Auffassung vor dem Eintritt, auf dem Weg dorthin.

Häufige Fragen

Haben nur Muslime Zugang? Die Überlieferung spricht von der Gemeinschaft des Propheten, die er an Merkmalen der Gebetswaschung erkennt.

Ist der Haud dasselbe wie al-Kauthar? Die Gelehrten verbinden beides eng miteinander; der Kauthar wird meist als der Fluss beschrieben, der in den Teich mündet.

Hat jeder Prophet einen? Überliefert ist, dass jedem Propheten ein Teich gegeben wurde.

Quellen

Verwandte Begriffe: Yaum al-Qiyama, Shafa’a, Jannah.

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Kareem C.

Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.

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