Fard al-Kifaya: Was Gemeinschaftspflicht im Islam bedeutet
Totenwaschung, Beisetzung, Unterricht, ein Raum zum Beten: Vieles davon ist im Islam keine private Frömmigkeit, sondern eine Pflicht der Gemeinschaft. In Deutschland heißt das, dass die Gemeinden es selbst aufbauen müssen, und zwar fast überall ohne öffentliches Geld.
Kurz gesagt
Fard al-Kifaya (فرض الكفاية) ist die Gemeinschaftspflicht. Eine Aufgabe ist für die muslimische Gemeinschaft verbindlich, aber nicht für jedes Mitglied einzeln. Erfüllen sie genügend Personen, entfällt sie für die übrigen. Erfüllt sie niemand, obwohl Menschen dazu in der Lage wären, bleibt die Gemeinschaft verantwortlich. Klassische Beispiele sind Totenwaschung, Totengebet und Beisetzung.
Es ist halb elf abends, als in einer deutschen Stadt das Telefon eines Gemeindevorstands klingelt. Ein älteres Mitglied ist gestorben. Bis zum nächsten Nachmittag müssen mehrere Dinge geklärt sein: wer die Waschung übernimmt, wo sie stattfinden darf, wer das Gebet spricht, ob auf dem Friedhof ein Grab frei ist, das nach Mekka ausgerichtet werden kann, und ob die Stadt eine Beisetzung im Tuch erlaubt.
Niemand ist dafür angestellt. Es gibt keine Behörde, die anruft und fragt, ob Hilfe gebraucht wird. Es gibt Leute in der Gemeinde, die es können, und es gibt eine Pflicht, die auf allen liegt, bis jemand sie übernimmt.
Für diese Art von Pflicht hat die islamische Rechtswissenschaft einen eigenen Namen: Fard al-Kifaya.
Was Fard al-Kifaya heute heißt
Fard al-Kifaya ist eine Pflicht, die auf der Gemeinschaft liegt und nicht auf jedem Einzelnen. Erfüllen sie einige, ist sie für alle erledigt. Findet sich niemand, trägt jeder die Verantwortung, der sie hätte erfüllen können.
Die klassischen Werke zählen darunter die Waschung und Beisetzung der Toten, das Totengebet, das Gebieten des Rechten, die Rettung eines Ertrinkenden, Rechtsprechung und Rechtsauskunft, das Zeugnis vor Gericht sowie die Handwerke und Berufe, die eine Gesellschaft braucht. So fasst es die jordanische Fatwa-Behörde in ihrer Darstellung der Gemeinschaftspflichten zusammen.
Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, was der Begriff bedeutet, sondern welche Notwendigkeiten er heute benennt. Darauf geben zeitgenössische Arbeiten im arabischen wie im westlichen Raum eine erstaunlich ähnliche Antwort.
| Fard Ain | Fard al-Kifaya | |
|---|---|---|
| Verpflichtet ist | jeder Einzelne | die Gemeinschaft |
| Beispiel | die fünf täglichen Gebete | das Totengebet |
| Wenn andere es tun | die Pflicht bleibt | die Pflicht entfällt für die übrigen |
| Wenn niemand es tut | der Einzelne trägt es | alle tragen es, die es gekonnt hätten |
Die Notwendigkeiten von heute
Shaykh Yousef Wahb, Forschungsdirektor am Yaqeen Institute, hat die Kategorie in einer eigenen Untersuchung auf heutige Verhältnisse bezogen und stützt sich dabei auf al-Ghazali, al-Dschuwaini, al-Subki, Ibn Daqiq al-Id, al-Qarafi und Ibn Abidin. Er nennt unter anderem:
- Gesundheit und Pflege: medizinische Grundversorgung und Medikamente, die Pflege von Kranken einschließlich des Krankenbesuchs, dazu die Betreuung von Kindern.
- Wissen bewahren: den Koran auswendig lernen, die Sprache beherrschen, damit Koran und Sunna richtig verstanden werden, sowie Studierende unterrichten und begleiten.
- Fachleute ausbilden: die Ausbildung derer, die Rechtsfragen beantworten und Streit schlichten können.
- Öffentlich antworten: Forschung veröffentlichen und Zweifel und Missverständnisse über die Religion sachlich ausräumen.
- Rechtliche Aufgaben: als Zeuge vor Gericht auftreten und dort schlichten, wo kein funktionierendes System zur Verfügung steht.
- Soziale Not: Waisen und Findelkinder aufnehmen, Kleidung und Essen geben, Menschen in Bedrängnis beistehen.
| Gemeinschaftspflicht | Beispiel heute | Wer es übernehmen kann |
|---|---|---|
| Bestattung | Totenwaschung, Totengebet, Grabfeld | geschulte Gemeindemitglieder, Bestatter |
| Wissen | Unterricht, Ausbildung, Forschung | Lehrkräfte, Studierende, Gelehrte |
| Versorgung | Hilfe für Bedürftige, Waisen | Vereine, Gemeinden, Wohlfahrt |
| Gesundheit | medizinische Versorgung und Pflege | Ärzte, Pflegekräfte |
| Seelsorge | Klinik, Justizvollzug, Pflegeheim | ausgebildete Seelsorger |
| Räume | Gebetsräume, Unterrichtsräume | Gemeinden und ihre Träger |
In der arabischsprachigen Literatur fällt die Liste ähnlich aus. Der Autor Sayyid Murad Salama zählt in seinem Beitrag über die Rolle der Gemeinschaftspflichten für den Aufstieg von Gesellschaften ausdrücklich Medizin und Pflege, Ingenieurwesen, Landwirtschaft, Handwerk sowie Verwaltung und Regierungsführung dazu.
Weiter geht Yahya Ahmad al-Merhebi, der 2020 eine Studie über die Rolle der Gemeinschaftspflichten für nachhaltige Entwicklung vorgelegt hat. Sein Ausgangspunkt: Diese Pflichten seien verbindliche Forderungen an die gesamte Gemeinschaft, und ihre Wiederbelebung beginne im Bewusstsein der Gemeinschaft selbst, nicht in einer Verordnung.
Warum der Begriff philosophisch interessant ist
Hinter der Aufzählung steckt eine Denkweise, die sich von der gewohnten unterscheidet. Der Rechtswissenschaftler Adnan Zulfiqar, der den Gemeinschaftspflichten 2018 an der University of Pennsylvania eine ganze Dissertation gewidmet hat, beschreibt islamisches Recht als ein System, das vom Pflichtenbegriff her denkt und nicht vom Rechtsanspruch her. Nicht: Worauf habe ich Anspruch? Sondern: Was schulde ich, und wem?
Zulfiqar hält außerdem fest, dass die Rechtsgelehrten mit diesen Pflichten die Grenzen einer moralischen Gemeinschaft bestimmen. Wer sich zugehörig fühlt, erkennt man daran, wofür er sich zuständig fühlt. Und diese Pflichten hängen nach seiner Darstellung nicht am Staat: Sie bestehen auch dort, wo keine Obrigkeit sie einfordert. Für muslimische Gemeinschaften in Europa ist genau das der entscheidende Punkt.
Woher die Kategorie kommt
Der Begriff ist keine Erfindung der Gegenwart. Die Gelehrten unterscheiden seit jeher zwei Arten von Pflicht. Die eine schuldet jeder Einzelne, sie heißt Fard Ain: das Gebet, das Fasten, die Zakat, das Wissen, das jeder für seine eigene Praxis braucht. Die andere schuldet die Gemeinschaft als Ganzes.
Shaykh Bassem Itani formuliert die Regel bei SeekersGuidance so: „This means that if some members of the community fulfill these obligations, it lifts the burden from the rest." Und er zieht daraus denselben Schluss wie die arabischsprachigen Arbeiten: Berufe und Arbeitsfelder, die die Gemeinschaft dringend braucht, fallen darunter.
Das Bemerkenswerte daran ist die Reichweite. Sie endet nicht beim Gottesdienst.
Klassisch genannt werden zuerst die Pflichten rund um einen Verstorbenen: die Waschung, das Einhüllen, das Gebet für den Toten und die Beisetzung. Sie gelten als Fard al-Kifaya, weil sie getan werden müssen, aber nicht von jedem.
Dazu kommt das Wissen: Das Meiste, was in der Rechtswissenschaft steht, muss nicht jeder kennen, aber jemand muss es bewahren und weitergeben, sonst verschwindet es in einer Generation.
Und dann wird es sehr weltlich. Itani nennt die Berufe, die eine Gemeinschaft dringend braucht, ausdrücklich in derselben Kategorie: „Professions and fields of work that the Muslim Umma urgently needs fall under fard kifaya", und führt Medizin, Ingenieurwesen und Industrie als Beispiele an. Welche Berufe das im Einzelnen sind, hängt nach seiner Darstellung davon ab, was gerade fehlt.
Damit ist Fard al-Kifaya keine Sammlung alter Rituale, sondern eine Rechenaufgabe, die jede Gemeinschaft für sich lösen muss: Was fehlt bei uns, und wer macht es?
Die Mechanik: wann aus der Pflicht aller die Pflicht eines Einzelnen wird
Der Begriff klingt bequem. Wenn es ohnehin jemand anders macht, bin ich raus. Die Rechtsgelehrten haben diese Lücke gesehen und drei Regeln dagegengesetzt.
Angesprochen ist, wer kann. Die Pflicht richtet sich nicht an alle gleichermaßen, sondern an diejenigen, die in der Lage sind, sie zu erfüllen. Wer eine Ausbildung, eine Fähigkeit oder die Mittel hat, steht näher an ihr als jemand, der beides nicht hat.
Bleibt sie liegen, trifft die Schuld alle, die es gekonnt hätten. Das ist der Unterschied zu einer bloßen Empfehlung. Adnan Zulfiqar fasst die klassische Regel so: „if some perform [the duty] then it is suspended for the rest", aber „if no one performs [the obligation], then everyone is sinful".
Und wenn nur einer es kann, ist es seine persönliche Pflicht. Dann fällt der Unterschied zwischen den beiden Arten von Pflicht in sich zusammen. SeekersGuidance nennt als Beispiel die Zeugenschaft vor Gericht: Ist nur ein Einziger verfügbar, wird aus der Aufgabe der Gemeinschaft seine eigene.
Für eine Gemeinde in Deutschland heißt das übersetzt: Der Satz „das macht schon jemand" hält nur, solange es stimmt. Fehlt im Umkreis dauerhaft jemand, der die Totenwaschung übernehmen kann, entsteht daraus nach diesem Prinzip konkreter Handlungsbedarf für die Gemeinschaft. Wen er trifft, ist eine Frage an Gelehrte, nicht an einen Blog.
Wie man sortiert, wenn alles gleichzeitig fehlt
Bleibt die Frage, womit man anfängt, wenn es an vielem fehlt. Dafür hat die Rechtstheorie ein eigenes Werkzeug, die Ziele des Rechts. Shaykh Faraz Rabbani fasst sie zusammen als fünf notwendige Güter, die das Recht schützen soll, und verweist dafür auf al-Ghazali, asch-Schatibi und Schah Wali Allah:
- Religion (Din): ein Ort für das gemeinsame Gebet, Unterricht, jemand, der die Feste trägt und im Trauerfall da ist.
- Leben (Nafs): Nothilfe, Wasser, Versorgung, die Pflege von Kranken.
- Verstand (Aql): Wissen bewahren und weitergeben, Schulen, Material, Forschung.
- Nachkommenschaft (Nasl): Waisen, Kinder, Familien in Not.
- Vermögen (Mal): Einrichtungen, die nicht am Monatsende hängen, früher über den Waqf getragen.
Wer die offenen Aufgaben einer Gemeinde an diesen fünf Gütern entlang sortiert, bekommt statt einer Wunschliste eine Landkarte. Und er sieht meist sofort, welches Feld leer ist.
Askese heißt nicht Rückzug
An dieser Stelle kommt in Gesprächen fast immer ein Einwand, und er kommt von frommen Leuten. Ist diese Welt nicht ein Durchgang? Überliefert ist von Abdullah ibn Umar, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, ihn an der Schulter fasste und sagte:
Sei in dieser Welt, als wärst du ein Fremder oder ein Reisender.
Sahih al-Buchari 6416
Wer diesen Satz hört, denkt schnell: Dann baue ich nichts auf, dann sammle ich nichts an, dann halte ich mich heraus. Genau hier liegt ein Missverständnis, das die Gemeinden in Deutschland teuer zu stehen kommt.
Zuhd, die Genügsamkeit oder Askese, ist in der klassischen Lehre kein Verzicht der Hand, sondern eine Haltung des Herzens. Shaykh Yusuf Weltch bringt es bei SeekersGuidance auf eine Zeile: „Leaving, however, is an act of the heart, not of the hand." Er stützt sich dabei auf al-Ghazalis Wiederbelebung der Religionswissenschaften. Besitz zu haben heißt nicht, an ihm zu hängen, und nichts zu haben heißt nicht, frei davon zu sein. Entschieden wird es im Inneren.
Dass diese Auffassung sich durchgesetzt hat, zeigt al-Ghazali selbst: Er widmet dem Erwerb ein eigenes Buch seines Hauptwerks, das dreizehnte, über Kauf, Verkauf und Redlichkeit im Geschäft. Frühere Asketen gingen äußerlich weiter.
Askese und Fard al-Kifaya widersprechen sich also nicht, sie greifen ineinander. Das Bild vom Reisenden regelt, woran das Herz hängt. Die Gemeinschaftspflicht regelt, was trotzdem getan werden muss. Wer beides zusammenliest, kommt auf eine unbequeme Haltung: nicht am Besitz hängen und trotzdem bauen, nicht an der Anerkennung hängen und trotzdem Verantwortung übernehmen.
Aktivismus: das Sichtbare und das Nötige
Der entgegengesetzte Fehler sieht viel besser aus. Die Bereitschaft, etwas zu tun, ist in der muslimischen Community in Deutschland so groß wie lange nicht: Aufrufe, Kampagnen, Petitionen, Sammlungen innerhalb von Stunden, wenn irgendwo eine Katastrophe passiert. Junge Leute wollen sich einsetzen, und sie tun es.
Auch dafür gibt es einen klassischen Ort. Das Gebieten des Rechten und das Verbieten des Verwerflichen, amr bil-maruf wa nahy an al-munkar, gilt in der Rechtswissenschaft selbst als Fard al-Kifaya, also als Pflicht der Gemeinschaft. Al-Ghazali hat ihm ein ganzes Buch seines Hauptwerks gewidmet. Gebunden ist es allerdings an Bedingungen: Wissen über die Sache, ein absehbarer Nutzen, und kein größerer Schaden als der, den man beheben will. SeekersGuidance fasst es so: Man soll dann eingreifen, wenn es geboten ist und wenn man weiß, dass es Nutzen bringt.
Genau hier trennen sich zwei Logiken. Aktivismus kann der Aufmerksamkeit folgen, Fard al-Kifaya zwingt zur Frage nach dem tatsächlichen Bedarf. Oft liegt beides auseinander.
Shaykh Yousef Wahb hat das für das Yaqeen Institute untersucht und benennt eine Falle, die jeder kennt, der in Vereinen arbeitet: „Muslims championing different causes in the community often see themselves in competition with one another", schreibt er, und weiter, dass viele annehmen, weil sie sich für eine Sache einsetzen, müssten sie sich um die anderen nicht kümmern.
Er benennt vier Muster, an denen Gemeinschaften an ihren eigenen Pflichten vorbeiarbeiten:
- Konkurrenz statt Arbeitsteilung. Organisationen sehen sich als Wettbewerber um dieselben Spender, statt sich die Aufgaben aufzuteilen.
- Blindheit für das Übrige. Wer sich für eine Sache einsetzt, nimmt an, um die anderen müssten sich andere kümmern.
- Doppelte Arbeit. Drei Vereine bauen dasselbe Angebot auf, während daneben nichts existiert.
- Das Unattraktive bleibt liegen. Al-Ghazali spottete über Städte, die vor Juristen überliefen und keinen einzigen muslimischen Arzt hatten. Der Satz lässt sich für heute leicht übersetzen.
Für heute lässt sich daraus ein nüchterner Prüfstein machen. Nicht: Wofür setze ich mich ein? Sondern: Was fehlt bei uns, und wer macht es? Ein Waschraum, eine Nachhilfegruppe oder eine Buchhaltung, die stimmt, schließen eine Lücke. Ob ein Beitrag in den sozialen Netzwerken das auch tut, hängt davon ab, was er auslöst.
Das ist kein Argument gegen Aktivismus, sondern eines für Arbeitsteilung. Wer bei einer Nothilfe sammelt, steht nicht im Widerspruch zu dem, der samstags Unterricht gibt. Die Gemeinschaft schuldet beides. Die Frage ist nur, ob am Ende alle Pflichten abgedeckt sind oder nur die, für die es Applaus gibt.
In Deutschland ist fast alles davon Gemeindearbeit
Wer diese Frage für Deutschland stellt, landet schnell bei den Moscheegemeinden. Rund 2.600 gibt es hier, die allermeisten in umgebauten Fabriken, Wohnhäusern und Ladenlokalen. Sie tragen mehr als das Gebet: Hausaufgabenhilfe, Jugendarbeit, Sprachkurse, Beratung, Begleitung im Trauerfall. Öffentliche Mittel für diese nichtreligiösen Angebote bekommen nach den Zahlen des Mediendienstes Integration nur neun Prozent von ihnen.
Am deutlichsten wird es bei der Bestattung. Die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft hat 2023 erstmals breit erhoben, wie es damit aussieht. Ergebnis: Mindestens 327 Friedhofsträger in Deutschland betreiben ein islamisches Grabfeld, ausgewertet wurden die Angaben von 303 Friedhöfen. Am Sargzwang halten nur noch Sachsen und Sachsen-Anhalt fest, letzteres plant die Abschaffung. Die rituelle Waschung wiederum kommt in den Bestattungsgesetzen von nur zwei Ländern überhaupt vor, in Baden-Württemberg und Berlin. In allen anderen steht dazu nichts.
Was in einem Gesetz nicht vorkommt, muss jemand vor Ort organisieren. Genau das ist die Stelle, an der aus einer religiösen Pflicht Gemeindearbeit wird: ein Waschraum, geschultes Personal, ein Ansprechpartner bei der Friedhofsverwaltung, ein Auto, eine Nummer, die nachts jemand abnimmt.
Der Bedarf wächst. Friedhofsträger berichteten dem Autor der Expertise, dass heute mancherorts etwa fünfmal so viele Muslime bestattet werden wie vor dreißig Jahren. Die Generation, die in den sechziger Jahren gekommen ist, bleibt hier, auch im Tod.
Legt man die klassische Liste der Gemeinschaftspflichten auf die Lage muslimischer Gemeinden hier, wird daraus eine erstaunlich konkrete Aufgabenliste:
- Bestattung: Waschräume, Grabfelder, Begleitung der Familien
- Unterricht: Wochenendschulen, Material, Lehrkräfte, die auf Deutsch unterrichten
- Seelsorge: im Krankenhaus, im Gefängnis, bei der Polizei und der Bundeswehr
- Beratung: in Ehe, Schulden, Sucht, Trauer und bei Diskriminierung
- Räume: Moscheen, Jugendräume, Orte für Familienfeiern
- Verwaltung: Vereinsrecht, Buchhaltung, Förderanträge, Nachfolgeplanung
- Wissensarbeit: verlässliche Texte, Antworten und Forschung auf Deutsch
Ob jede dieser Zeilen im Sinne der Rechtsgelehrten eine Gemeinschaftspflicht ist, entscheidet kein Beitrag auf einem Blog. Sicher ist nur: Keine davon erledigt sich von selbst, und kaum eine wird bezahlt.
Die moderne Lücke: Ehrenamt trägt, was eigentlich Beruf ist
Wie diese Lücke aussieht, lässt sich an einem Bereich zeigen, über den selten gesprochen wird: der Seelsorge im Gefängnis.
Die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft hat dazu 2026 eine Bestandsaufnahme vorgelegt. In Bayern wurden im März 2025 9.886 Gefangene gezählt, 24 Prozent von ihnen gaben an, muslimischen Glaubens zu sein. Dem stehen im ganzen Land zwei feste Stellen für muslimische Seelsorge gegenüber, dazu 57 Imame oder Laien, die neben- oder ehrenamtlich in 36 Justizvollzugsanstalten arbeiten.
In Baden-Württemberg arbeiten 18 Seelsorgende auf befristeten Verträgen, dazu Imame im Ehrenamt. Was daraus wird, steht im Bericht für 2024: 4.662 Einzelgespräche, 607 Gruppengespräche, 208 Freitagsgebete. In zwei Anstalten findet gar keine Seelsorge statt, weil die Anfahrt zu weit ist.
Die Forschung sagt dazu dasselbe. Rauf Ceylan und Samy Charchira halten in ihrem Sammelband zur Professionalisierung der Moscheegemeinden fest, dass die islamisch-religiöse Infrastruktur in Deutschland überwiegend von semiprofessionellen Strukturen geprägt ist, getragen von Ehrenamt, und dass eine umfassende Professionalisierung aussteht. Die bundesweite Erhebung der Deutschen Islam Konferenz kommt beim Angebot zum selben Schluss: Was eine Gemeinde leisten kann, hängt an ihrer Ausstattung, nicht an ihrem Willen.
Das ist ein Muster, das sich in der islamischen Arbeit in Deutschland wiederholt: Aufgaben mit hauptamtlichem Anspruch werden ehrenamtlich getragen. Daraus folgen vier Probleme, die jede Gemeinde kennt:
- Die Last liegt auf wenigen. Meist sind es dieselben fünf oder zehn Leute, die Unterricht, Verwaltung, Trauerfälle und Bauprojekte stemmen.
- Es gibt keine verlässliche Finanzierung. Kirchensteuer oder vergleichbare Strukturen existieren nicht, und öffentliche Mittel erreichen nur einen kleinen Teil der Gemeinden.
- Wissen hängt an Personen. Zieht einer weg oder wird krank, bricht ein ganzer Bereich weg, weil nichts aufgeschrieben und niemand eingearbeitet ist.
- Am Ende brennen die Leute aus. Wer jahrelang neben einem Vollzeitberuf eine halbe Stelle unbezahlt mitführt, hört irgendwann auf, und mit ihm hört die Aufgabe auf.
Dazu kommt ein Gedanke, dem man in Gemeinden häufig begegnet: dass Arbeit für die Gemeinde umsonst sein müsse, weil sie ja für Allah geschieht. Die Überlieferung sieht das anders. Von Abdullah ibn Umar wird berichtet, der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, habe gesagt:
Gebt dem Arbeiter seinen Lohn, bevor sein Schweiß trocknet.
Sunan Ibn Madscha 2443, von Darussalam als authentisch eingestuft
Beides gehört zusammen. Der Einsatz ist freiwillig, die Arbeit bleibt Arbeit. Eine Gemeinde, die ihren Lehrer, ihren Seelsorger oder ihre Verwaltung dauerhaft aus Dankbarkeit bezahlt, spart am falschen Ende.
Warum daraus eine Geldfrage wird
Fard al-Kifaya ist zuerst Arbeit, nicht Spende. Aber Arbeit braucht Räume, und Räume kosten Miete. Ein Waschraum braucht Fliesen und eine Entwässerung. Unterricht braucht Material. Eine Gemeinde, die das alles über Ehrenamt trägt, stößt irgendwann an eine Grenze, die nicht am Willen liegt.
Historisch hatte die Gemeinschaft dafür ein eigenes Werkzeug. Schulen, Brunnen, Krankenhäuser und Moscheen standen auf Stiftungen, auf dem Waqf einzelner Leute, die Besitz dauerhaft einem Zweck überschrieben. Das machte diese Einrichtungen unabhängig von Herrschern und Kassenlagen.
Heute übernimmt diese Rolle meistens die Summe vieler kleiner Beiträge. Zwei Punkte kommen dabei regelmäßig auf:
Darf man Zakat für den Moscheebau geben? Nach hanafitischer Rechtsauffassung, die Schafiiten und Hanbaliten teilen, setzt Zakat die Übertragung von Eigentum an eine bedürftige Person voraus. Eine Moschee wird Waqf und gehört niemandem persönlich, sie kommt deshalb nach dieser Auffassung als Zakat-Empfänger nicht in Frage. Für Sadaqah gilt die Einschränkung nicht. Das gibt eine bestimmte Rechtsauffassung wieder und ersetzt keine Auskunft für den eigenen Fall; wer Zakat gibt, fragt dazu am besten einen Gelehrten seines Vertrauens.
Und was ist der Lohn dafür? Überliefert ist von Uthman ibn Affan, radiyallahu anhu, der Ausspruch des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm: „Wer für Allah eine Moschee baut, dem baut Allah etwas Gleiches im Paradies." Er sagte es, als man ihn für den Umbau der Prophetenmoschee kritisierte. Die Überlieferung steht bei al-Buchari 450 und bei Muslim 533.
Die Vorhaben, die wir in Deutschland begleiten
Genau an dieser Stelle ist commonsplace entstanden, und deshalb heißt die Plattform, wie sie heißt. Sie ist kein Spendensammler, sondern die Infrastruktur, mit der eine Gemeinschaft ihre eigenen Pflichten verteilt und finanziert: Ein Vorhaben wird sichtbar, viele kleine Beiträge tragen es, und am Ende steht etwas, das vorher fehlte.
Über commonsplace sind bisher mehr als 10 Millionen Euro weitergeleitet worden, in über 1.600 Projekten und mit mehr als 300.000 einzelnen Unterstützungen. Der weitaus größte Teil davon sind genau die Aufgaben aus diesem Beitrag: Moscheen, Bildung, Bestattung und Nothilfe.
Ein Waqf und eine Sammlung sind nicht dasselbe: Der Waqf bindet Vermögen dauerhaft, eine Sammlung finanziert ein Vorhaben. Gemeinsam ist beiden, dass nicht der Staat trägt, sondern die Gemeinschaft. Crowdfunding kann deshalb heute eine der Möglichkeiten sein, gemeinschaftliche Aufgaben gemeinsam zu finanzieren.
Wie commonsplace solche Vorhaben unterstützt
In eigener Sache: commonsplace ist eine Crowdfunding-Plattform, gibt diesen Blog heraus und ist an diesem Themenfeld selbst beteiligt.
Dafür stehen wir ein: dass die Aufgaben, die Gemeinden in Deutschland als ihre Gemeinschaftsaufgaben benennen, auch finanzierbar werden. Wir begleiten Vorhaben, die dem Gemeinwohl dienen und den Muslimen hier zugutekommen, von der Moschee über den Unterricht und die Bestattung bis zur Nothilfe. Wer ein solches Vorhaben hat, kann es bei uns öffentlich und nachvollziehbar finanzieren.
Konkret sind es fünf Felder, und sie decken sich fast eins zu eins mit den Aufgaben aus diesem Beitrag.
Moscheen und Gebetsräume. Kauf, Umbau, Dach, Heizung, Teppich. Oft Gemeinden, die jahrelang zur Miete waren und ein eigenes Haus brauchen, damit die Arbeit nicht am Mietvertrag hängt.
Bestattung. Waschräume, Grabfelder, die Begleitung von Familien im Trauerfall. Der unsichtbarste Teil der Gemeindearbeit und der, bei dem am wenigsten Zeit bleibt.
Bildung. Wochenendschulen, Unterrichtsräume, Lernmaterial, Nachhilfe. Dazu Vorhaben, die Wissen festhalten, etwa Aufnahmen und Unterricht, die online bleiben.
Kultur und Begegnung. Zentren, in denen mehr stattfindet als das Gebet, von der Jugendgruppe bis zur Beratung.
Humanitäre Hilfe. Vorhaben in Not- und Krisengebieten, getragen von Organisationen mit Sitz in Deutschland.
Nach den fünf Bereichen sortiert stehen diese Vorhaben auf der Übersichtsseite Fard al-Kifaya. Welche Organisationen dahinterstehen und was von ihnen geprüft vorliegt, steht auf der Seite verifizierte Organisationen. Was gerade läuft, steht unter allen Projekten.
Eure Gemeinde hat etwas vor?
Ein Crowdfunding-Projekt auf commonsplace ist kostenlos anzulegen, die Prüfung läuft über uns, und die Spender sehen jederzeit, wie weit das Vorhaben ist. Projekt starten oder erst einmal ansehen, was andere machen.
Was bleibt, wenn niemand zusieht
Das meiste an dieser Arbeit sieht niemand. Die Waschung findet nachts statt, die Buchhaltung am Küchentisch, der Anruf bei der Friedhofsverwaltung zwischen zwei Schichten. Es gibt dafür keinen Applaus und keinen Beitrag in den sozialen Netzwerken.
Die Gelehrten behandeln genau diesen Punkt nicht als Trostpflaster, sondern als Kern der Sache. Überliefert von Abu Huraira:
Wer einem Bruder eine Bedrängnis dieser Welt nimmt, dem nimmt Allah eine Bedrängnis am Tag der Auferstehung. Wer es einem Bedrängten leicht macht, dem macht Allah es leicht in dieser Welt und in der nächsten. Und Allah steht dem Diener bei, solange der Diener seinem Bruder beisteht.
Sahih Muslim 2699
Der zweite Satz, der hier hängt, ist der bekannteste der ganzen Überlieferung: Die Taten zählen nach den Absichten, und jedem steht zu, was er beabsichtigt hat (Sahih al-Buchari 1). Wer die Steuererklärung eines Vereins macht und dabei weiß, wofür, tut etwas anderes als Buchhaltung.
Das ist der Unterschied zwischen einer Aufgabe und einer Pflicht: Die Aufgabe ist erledigt, wenn sie erledigt ist. Die Pflicht nimmt man allen anderen ab.
Was eine Gemeinde braucht, bevor sie anfängt
Drei Dinge entscheiden erfahrungsgemäß darüber, ob ein Vorhaben trägt.
Ein Betrag, der nachvollziehbar ist. Nicht „wir sammeln für die Moschee", sondern was genau wie viel kostet. Ein Quadratmeter, ein Fenster, ein Monat Miete.
Ein Gesicht. Jemand aus der Gemeinde, der erklärt, worum es geht. Vorstände unterschätzen, wie viel das ausmacht.
Offenheit über das Geld. Wer sagt, wofür die Mittel verwendet werden und was davon in Verwaltung oder Bekanntmachung fließt, bekommt beim zweiten Projekt leichter etwas.
Wer wissen will, was eine Gemeinde in einer deutschen Stadt konkret abdecken muss, von der Totenwaschung bis zum Schutzkonzept, findet das im Leitfaden für die eigene Stadt.
Der Rest ist die Arbeit selbst. Fard al-Kifaya heißt nicht, dass jeder alles macht. Es heißt, dass es jemand machen muss, und dass es die Gemeinschaft angeht, solange es niemand tut.
Häufige Fragen
Was ist Fard al-Kifaya? Eine Pflicht, die auf der Gemeinschaft liegt, nicht auf jedem Einzelnen. Erfüllen sie einige, ist sie für alle erledigt. Tut es niemand, trägt jeder die Verantwortung, der es hätte tun können.
Welche Beispiele für Fard al-Kifaya gibt es? Totenwaschung, Einhüllen, das Gebet für den Verstorbenen und die Beisetzung, das Bewahren und Weitergeben von Wissen sowie Berufe, die die Gemeinschaft dringend braucht. Shaykh Bassem Itani nennt dafür Medizin, Ingenieurwesen und Industrie.
Ist der Bau einer Moschee Fard al-Kifaya? Ein Ort für das gemeinsame Gebet gilt in der klassischen Literatur als Aufgabe der Gemeinschaft am Ort. Wie viele Moscheen eine Stadt braucht, ist keine Frage, die ein Text entscheidet, sondern eine des tatsächlichen Bedarfs.
Darf man Zakat für den Moscheebau verwenden? Nach hanafitischer Auffassung, die Schafiiten und Hanbaliten teilen, nicht, weil Zakat die Übertragung von Eigentum an eine bedürftige Person voraussetzt und eine Moschee als Waqf niemandem persönlich gehört. Sadaqah ist ohne diese Einschränkung möglich.
Was heißt Fard al-Kifaya heute? Dieselbe Regel wie früher, nur auf heutige Notwendigkeiten angewendet. Genannt werden medizinische Versorgung und Pflege, Bildung und Wissensweitergabe, die Ausbildung von Fachleuten für Rechtsfragen, öffentliche Antworten auf Zweifel, Aufgaben vor Gericht sowie die Versorgung von Waisen und Bedürftigen. In arabischsprachigen Arbeiten kommen Ingenieurwesen, Landwirtschaft, Handwerk und Verwaltung ausdrücklich dazu.
Wann wird aus Fard al-Kifaya eine persönliche Pflicht? Wenn niemand sonst sie erfüllt. Kann nur ein Einziger die Aufgabe übernehmen, wird sie für ihn persönlich verpflichtend. Bleibt sie ganz liegen, trifft die Verantwortung alle, die sie hätten erfüllen können.
Welche Gemeinschaftspflichten gibt es heute? Shaykh Yousef Wahb nennt unter anderem medizinische Grundversorgung und Pflege, Kinderbetreuung, das Bewahren und Lehren von Wissen, die Ausbildung von Fachleuten für Rechtsfragen, das öffentliche Beantworten von Zweifeln, Aufgaben vor Gericht sowie die Aufnahme von Waisen und die Versorgung von Bedürftigen.
Ist Aktivismus Fard al-Kifaya? Das Gebieten des Rechten und Verbieten des Verwerflichen gilt in der Rechtswissenschaft als Pflicht der Gemeinschaft, gebunden an Wissen, absehbaren Nutzen und daran, keinen größeren Schaden anzurichten. Entscheidend ist, ob der Einsatz eine Lücke schließt, nicht ob er sichtbar ist.
Was bedeutet Zuhd, und widerspricht Askese der Arbeit? Zuhd meint die innere Unabhängigkeit von dieser Welt. Shaykh Yusuf Weltch formuliert es als Sache des Herzens, nicht der Hand. Besitz und Arbeit sind damit nicht ausgeschlossen, al-Ghazali widmet dem Erwerb sogar ein eigenes Buch seines Hauptwerks.
Was ist mit islamischer Arbeit gemeint? In Deutschland meist alles, was eine Gemeinde oder ein muslimischer Verein neben dem Gebet an Aufgaben übernimmt: Unterricht, Jugendarbeit, Seelsorge, Begleitung im Trauerfall, Beratung und Verwaltung. Getragen wird das überwiegend ehrenamtlich.
Darf eine Gemeinde Menschen für ihre Arbeit bezahlen? Ja. Die Überlieferung mahnt sogar ausdrücklich, dem Arbeiter seinen Lohn zu geben, bevor sein Schweiß trocknet (Sunan Ibn Madscha 2443). Freiwilliger Einsatz und bezahlte Arbeit schließen sich nicht aus.
Wie viele islamische Grabfelder gibt es in Deutschland? Mindestens 327 Friedhofsträger betreiben eines, nach der Erhebung der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft von 2023.
Quellen
- Fard al-Kifaya: Shaykh Bassem Itani, SeekersGuidance, zur Definition und zu den Berufen.
- Bestattung in Deutschland: Thomas Lemmen, Islamische Grabfelder und Bestattungen auf deutschen Friedhöfen, Expertise der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft, November 2023.
- Moscheegemeinden: Mediendienst Integration, Erhebung von 2022.
- Arabischsprachige Darstellungen: Die Fatwa-Behörde des Königreichs Jordanien zu Formen und Bestimmungen der Gemeinschaftspflicht; Sayyid Murad Salama, Die Gemeinschaftspflichten und ihre Rolle für den Aufstieg der Gesellschaften; Yahya Ahmad al-Merhebi, Die Rolle der Gemeinschaftspflichten für nachhaltige Entwicklung, Markaz Dschasirat al-Arab, 2020.
- Gemeinschaftspflichten heute: Shaykh Yousef Wahb, Fard Kifayah: The Principle of Communal Responsibility in Islam, Yaqeen Institute; zu den Bedingungen des Gebietens des Rechten SeekersGuidance.
- Askese: Shaykh Yusuf Weltch, SeekersGuidance, auf Grundlage von al-Ghazalis Ihya Ulum ad-Din; zum Erwerb Buch 13 der Ihya, Kitab Adab al-Kasb wa-l-Maasch.
- Überlieferungen: Sahih al-Buchari 6416 (Fremder oder Reisender), Sahih al-Buchari 1 (Taten nach Absichten), Sahih Muslim 2699 (wer eine Bedrängnis nimmt) und Sunan Ibn Madscha 2443 (Lohn des Arbeiters).
- Gemeindeleben und Professionalisierung: Halm, Sauer, Schmidt und Stichs, Islamisches Gemeindeleben in Deutschland (Deutsche Islam Konferenz, 2012); Rauf Ceylan und Samy Charchira (Hrsg.), Professionalisierung der Moscheegemeinden, Springer VS 2023.
- Gemeinschaftspflichten in der Rechtsgeschichte: Adnan Zulfiqar, Collective Duties (fard kifaya) in Islamic Law, Dissertation, University of Pennsylvania 2018.
- Seelsorge im Gefängnis: Islamische Gefängnisseelsorge in Deutschland, Expertise der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft, 2026, mit den Zahlen für Bayern und Baden-Württemberg.
- Überlieferung zum Moscheebau: al-Buchari 450 und Muslim 533, nach Uthman ibn Affan.
Kareem C.
Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.