Über uns
Zwei Häuser richten diesen Wettbewerb gemeinsam aus.
Maakum e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für gemeindeübergreifende muslimische Jugendarbeit, der seit 2020 in der Saar-Rhein-Mosel-Region tätig ist. Unsere Vision ist es, in Ergänzung zum religiösen Angebot der muslimischen Gemeinden ein Veranstaltungsangebot darzubieten, das (jungen) Muslimen einen Raum gibt, eine positive deutsch-muslimische Identität zu entwickeln, die auf spiritueller Tiefe fußt.
Damit verbunden liegt uns vor allem in der letzten Zeit eine weitere, große Vision am Herzen: die Verständigung innerhalb der muslimischen Community und die aktive Förderung einer muslimischen Gemeinschaft, die sich als Teil desselben Körpers versteht, untereinander vernetzt ist und sich gegenseitig stärkt und unterstützt.
commonsplace ist eine Crowdfunding-Plattform für die deutsch-muslimische Community. Sie ist dafür da, dass wir uns selbst organisieren. Wer etwas vorhat, legt sein Projekt an, teilt es und trägt es mit denen, die mittragen wollen.
Der Prophet ﷺ hat die Gläubigen in ihrer gegenseitigen Liebe und Barmherzigkeit mit einem einzigen Körper verglichen: Leidet ein Glied, antwortet der ganze Körper mit Fieber und durchwachten Nächten. Darauf baut die Plattform. Wenn irgendwo in der Ummah etwas fehlt, ist das nicht die Sache der anderen.
Moscheen, Bildung, Nothilfe: Was einer allein nicht stemmt, tragen hier viele zusammen. Jeder Beitrag bleibt bis zum Projekt nachvollziehbar. Und wer nicht auf den nächsten Aufruf warten möchte, richtet seine Sadaqah einmal ein und gibt von da an jeden Freitag, ohne weiter daran denken zu müssen.
Der Anfang ist dabei immer derselbe: Jemand hört auf zu warten, dass es ein anderer macht.
Warum Gedichte
Die klassische arabische Qaṣīda beginnt an einem verlassenen Ort. Der Dichter steht vor einer Lagerstätte, aus der alle fortgezogen sind, und spricht jemanden an, der nicht mehr da ist. Die Form ist für eine einzige Aufgabe gemacht: Sehnsucht über eine Entfernung hinweg auszuhalten.
Wer den Propheten ﷺ liebt, steht in genau dieser Lage. Man wendet sich an jemanden, den man nie gesehen hat. Für diese Entfernung ist das Gedicht gemacht, und deshalb trägt es hier weiter als gewöhnliche Sätze.
Kaʿb ibn Zuhayr hatte den Propheten ﷺ in Versen angegriffen. Als er nach Medina kam, hatte er nichts anzubieten außer demselben Handwerk, das ihn schuldig gemacht hatte. Er entschuldigte sich nicht in Prosa, er trug ein Gedicht vor. Der Prophet ﷺ nahm seinen Mantel ab und legte ihn ihm um. Nach diesem Kleidungsstück heißt bis heute eine ganze Dichtungstradition Burda.
Seitdem ist das Gedicht in dieser Tradition kein Beiwerk. Es ist die Art, wie Menschen ihre Liebe zum Propheten ﷺ gesagt haben, wenn ihnen sonst nichts blieb. Was du schreibst, reiht sich dort ein.
Und es reiht sich noch in eine zweite Linie ein. Deutschland ist das Land der Dichter und Denker: Goethe, Novalis, Rilke haben geprägt, wie hier über Sehnsucht, Gott und Vergänglichkeit gesprochen wird. Diese Tradition gehört uns genauso, denn wir sind hier zu Hause. Und sie ist mit der muslimischen enger verwoben, als es auf den ersten Blick aussieht: Goethe schrieb seinen West-östlichen Divan im Gespräch mit Hafis, einem persischen Dichter, der vierhundert Jahre vor ihm gestorben war.
Auch die muslimische Überlieferung ist reich an Dichtung: an Lobliedern und Klageliedern, an Bittgebeten, Gedichten und Geschichten. Der Poesieabend bringt beide Schätze zusammen. Er gibt deutsch-muslimischen Dichterinnen und Dichtern eine Bühne, im Guten zu wetteifern und Schönes zu teilen, und einen Raum für gelebte Einheit und geschwisterliche Liebe, getragen von der gemeinsamen Liebe zu unserem Propheten ﷺ.