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MaschaAllah

„Was Allah gewollt hat." Gesagt bei allem, was einem gefällt.

Kareem C.
2 Min. Lesezeit

MaschaAllah heißt wörtlich: was Allah gewollt hat. Gesagt wird es, wenn einem etwas gefällt — ein Kind, ein Erfolg, ein gelungenes Werk. Es benennt, woher das Gute kommt.

Woher das Wort kommt

Zusammengesetzt aus ma, was, schaa, er wollte, und Allah. Der Unterschied zu InschaAllah liegt in der Zeit: MaschaAllah bezieht sich auf Geschehenes, InschaAllah auf Künftiges.

Im Alltag

Der Ausdruck stammt aus einer Erzählung im Quran. Zwei Männer, einer mit zwei reichen Gärten und einer ohne, geraten in ein Gespräch. Der Ärmere sagt dem Reicheren: Warum hast du nicht, als du deinen Garten betratest, gesagt — was Allah will, es gibt keine Kraft außer durch Allah. Kurz darauf ist der Garten zerstört. Die Stelle ist der Grund, warum der Satz bis heute bei allem gesagt wird, was einem gehört oder gelingt.

Verbreitet ist die Verbindung mit dem bösen Blick. Wer etwas Schönes an einem anderen sieht, soll für ihn segnen, statt bloß zu bewundern — maschallah oder tabarakallah oder barakallahu fik. Der Gedanke dahinter: Bewunderung ohne Segenswunsch kann Neid streifen.

Im deutschen Alltag ist der Ausdruck weit über muslimische Kreise hinaus bekannt und wird auch von Nichtmuslimen benutzt, meist im Sinn von „Respekt" oder „stark gemacht".

Nicht zu verwechseln mit

Alhamdulillah. Dieses ist Lob und Dank für das Eigene; MaschaAllah gilt meist dem, was man an anderen sieht. Siehe Alhamdulillah.

Häufige Fragen

Wann sagt man es? Bei etwas, das einem gefällt: bei Kindern, bei guter Nachricht, bei einer gelungenen Arbeit.

Schützt es vor dem bösen Blick? Überliefert ist der Segenswunsch als Umgang damit. Ein Amulett ersetzt ihn nicht; siehe Nazar und Amulette.

Wie schreibt man es? Im Deutschen unterschiedlich: maschaAllah, mashallah, maşallah.

Quellen

Verwandte Begriffe: InschaAllah, Barakah, Nazar.

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KC

Kareem C.

Kareem C. schreibt für die Redaktion des CommonsBlog. Die Beiträge entstehen aus Quellenarbeit, jeder Artikel führt seine Belege am Ende auf.

Fachlich geprüft

Die religiösen Angaben sind gegen SeekersGuidance und das Yaqeen Institute abgeglichen, die Hadithe mit Sammlung und Nummer belegt, und der Eintrag wurde vor der Veröffentlichung von einem Imam gegengelesen. Wo die Rechtsschulen oder die Richtungen auseinandergehen, steht das im Text.

Weitere Begriffe

Ganzes Glossar →
Wara und Qanaa
Auch das Zweifelhafte meiden. Nicht nur das eindeutig Verbotene.
Rida
Zufrieden mit dem, was bestimmt ist. Eine Stufe über der Geduld.
Mahabba
Die Liebe zu Allah. Der Quran macht sie an einer Handlung fest, nicht an einem Gefühl.

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